Am vergangenen Donnerstag trafen sich im Niedersächsischen Landtag der CDU-Kreisvorsitzende und Ratsherr Christoph Baak und die Landtagsabgeordnete Dr. Esther Niewerth-Baumann MdL zu einem Gespräch mit dem Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann. Thema des Gesprächstermins war der Ausbau des Jade-Weser-Ports und die damit einhergehende Hinterlandbindung.

„Wir haben seinerzeit bei der ersten Ausbaustufe eine weitsichtige Planung und Konzeption für eine gute Hinterlandanbindung vermisst. Dies darf bei einer geplanten zweiten Ausbaustufe nicht wieder passieren“, so Baak zum Anlass des Gespräches. Minister Dr. Althusmann konnte diese Bedenken mit einer klaren Aussage schnell ausräumen: „Selbstverständlich haben wir im Zusammenhang mit den Planungen für die zweite Ausbaustufe auch die Hinterlandanbindung über Straße und Schiene im Blick. Diese wird Bestandteil für jede Erweiterung des Jade-Weser-Ports sein“, bestätigte der Minister und CDU-Landesvorsitzende daraufhin.

Bis zum Jahr 2030 geht die Umschlagsprognose für den Jade-Weser-Port von insgesamt 3,4 Mio Standardcontainern mit umgeschlagenen Gütern aus. Davon werden laut Prognose 60 % über sogenannte „Feeder-Schiffe“, also kleinere Zubringer-Schiffe, abgewickelt werden, 20 % über die Straße und weitere 20 % über die Schiene.

Aufgrund des zunehmenden Güterverkehrs über die Schiene müsse bis dahin die zweite Ausbaustufe fertiggestellt sein, forderte Baak beim Gesprächstermin. „Die im letzten Bahnausschuss hinterfragte Zahl von 30 Zügen pro Tag gegenüber 77 prognostizierten Zügen im Planfeststellungsabschnitt 1 begründet das Ministerium mit deutlichen Rückgängen beim Kohle-Transport. Im Moment wartet das Ministerium zudem auf die neue Güterverkehrsprognose des Bundes. Mit dieser können wir dann die Zahlen für die Strecke Wilhelmshaven-Oldenburg aktualisieren“, so Baak weiter. „Ebenso beinhaltet die Prognose von 30 Zügen auch alle Güterzüge, die neben dem Jade-Weser-Port auch über die weiteren Wilhelmshavener Hafenanlagen Güter abwickeln und abtransportieren.“

Nach dem Gespräch sagte Minister Dr. Althusmann auf Einladung der Stadt Oldenburg einen Gegenbesuch zu. Sein Büro befinde sich dazu derzeit in Terminabstimmung. Im Rahmen des Besuches werde er sich auch zu einem Gespräch mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern zum Thema Bahn treffen können, versicherte der Minister abschließend.